Wiedehopfprojekt im Biosphärenreservat

Seit zwei Jahren hat das Projekt zum Schutz des Wiedehopfes im UNESCO-Biosphärenreservat neuen Schub bekommen. Jetzt, wo die Vögel ihren Rückflug nach Afrika antreten, ist es Zeit Bilanz zu ziehen.

Gemeinsam mit der Sächsischen Vogelschutzwarte Neschwitz und der Naturschutzstation Neschwitz hat die Biosphärenreservatsverwaltung einiges für den im Volksmund „Hubatz“ genannten Wiedehopf getan.

Zwei warme, trockene Sommer liegen hinter uns. Für den Wiedehopf herrschten hingegen optimale Bedingungen, denn er konnte auf ein breites Nahrungsangebot, wie Heuschrecken, Grillen und Gottesanbeterinnen zurückgreifen. So war es möglich, in vielen Teilen des UNESCO-Biosphärenreservates den Vogel zu sehen oder rufende Männchen zu hören.

In der Heide- und Teichlandschaft gibt es noch einige gut geeignete Lebensräume für den kleinen Vogel. Doch der Mensch muss helfen, sie zu erhalten. So müssen regelmäßig Gebüsche, überwachsende Trockenrasen und Heiden freigestellt und gepfelgt werden.

Darüber hinaus benötigt der Wiedehopf geeignete Nistmöglichkeiten, wie Höhlen oder Nistkästen. Diese konnten im Rahmen des Projektes durch die Naturschutzstation Neschwitz und der Biosphärenreservatsverwaltung an geeigneten Standorten angebracht werden. So konnten im Jahr 2019 in den 47 betreuten, oft neu angebrachten Nisthilfen ca. 10 Brutpaare gesichtet werden. Mindestens 34 Junge wurden großgezogen und anschließend durch die Sächsische Vogelschutzwarte Neschwitz beringt.

Aber nicht nur das, im Rahmen des Projektes konnte auch der Lebensraum für die Mitbewohner des Wiedehopfes, wie Heidelerche, Brachpieper und Ziegenmelker freigehalten werden. So war die Aktion „Weihnachtsbäume für den Wiedehopf“ in Bärwalde ein voller Erfolg. Da, wo sich Kiefern ausbreiteten ist jetzt wieder eine kurze offene Heidefläche entstanden.

Sogar am Eisenberg in Guttau konnte der Magerrasen mit Schafen beweidet werden. Damit dieser gute Zustand weiterhin erhalten bleibt, ist die Fortsetzung der Maßnahmen geplant. Auch in dem diesen Dezember wird es dannwieder lauten: Kiefern und Ginster kurzhalten für den Wiedehopf.

Gefördert wird das Projekt von der Allianz-Versicherungsgesellschaft. Im Rahmen ihrer Umweltaktion unterstützt sie ausgewählte Umweltprojekte. Dabei können Allianz-Kunden eines von 18 konkreten, regionalen Umweltprojekten auswählen, für das die Allianz 5 EUR spendet. Voraussetzung für die Spende ist, dass sich die Kunden für den Kommunikationsweg "E-Mail statt Brief" entscheiden. Mehr Informationen unter: www.allianz-umwelt.de/projekte

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