20.09.2026
Bergwaldprojekt, Biosphärenreservat und DBU Naturerbe kooperieren auf DBU-Naturerbefläche Daubaner Wald
17 Freiwillige aus ganz Deutschland setzen sich auf der DBU-Naturerbefläche Daubaner Wald für den Naturschutz ein. Vom 13. bis zum 19. September organisiert das Bergwaldprojekt eine Freiwilligenwoche in Kooperation mit uns, dem UNESCO-Biosphärenreservat Oberlausitzer Heide- und Teichlandschaft und der Flächeneigentümerin, dem DBU Naturerbe, einer gemeinnützigen Tochtergesellschaft der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU). Gemeinsam versehen die Teilnehmenden die im Moor vorhandenen Entwässerungsgräben mit Sperren, damit das Wasser wieder in der Landschaft gehalten wird.
Naturschutz zum Anpacken
Das Team kommt aus verschiedenen Berufs- und Altersgruppen auf der DBU-Naturerbefläche Daubaner Wald zusammen. Dieses Mal stand das Entbuschen und Wiedervernässen des Heidemoors im Fokus. Im Luftbild wie auch im Gelände seien Entwässerungsgräben erkennbar, die das Moor zerschneiden. Diese will das Bergwaldprojekt mit Freiwilligen in der Projektwoche in Handarbeit mit Sperren versehen und verfüllen, damit das Wasser wieder im Moorkörper zurückgehalten wird und diesen vor der weiteren Zersetzung schützt. Mit finanzieller Unterstützung aus dem WildNaTour-Projekt des Biosphärenreservats werden diesmal dünne Edelstahlplatten als Sperren eingesetzt, da das Material deutlich langlebiger ist als Holz. Außerdem entfernen die Teilnehmenden aufwachsende Birken und Kiefern aus dem Moor. Der Wasserrückhalt im Heidemoor wirkt sich günstig auf den Wasserhaushalt und das Lokalklima im Daubaner Wald aus, zugleich werden die Bedingungen für zahlreiche an den Lebensraum Moor angepasste Arten verbessert, insbesondere durch die Gehölzentfernung. Die DBU-Naturerbefläche ist rund 3.300 Hektar groß, gehört zum Nationalen Naturerbe und ist 2013 vom Bund an die Stiftungstochter übertragen worden. Das DBU Naturerbe finanziert einen Teil der Betreuungs-, Übernachtungs- und Verpflegungskosten für den Einsatz des Bergwaldprojektes, das uns einmal im Jahr hilft, wertvolle Lebensräume zu pflegen und zu erhalten.
Bergwaldprojekt organisiert 170 Projektwochen im Jahr
Das Bergwaldprojekt wird in diesem Jahr mit seinen Einsatzwochen allein in Deutschland wieder bis zu 5.000 Menschen in die Natur bringen. 2026 finden dazu 170 Projektwochen an 90 verschiedenen Standorten in ganz Deutschland statt. Indem sich die Freiwilligen aktiv für die Natur engagieren, entwickeln sie auch neue Beziehungen zu ihr. Die positiven Erfahrungen aus den Projektwochen bestärken die Freiwilligen darin, auch ihren eigenen Alltag naturverträglicher und ressourcenschonender zu gestalten. So beteiligen sie sich aktiv am dringend notwendigen Wandel hin zu einer nachhaltigen Gesellschaft. Insgesamt sieben Projektwochen finden in diesem Jahr auf DBU-Naturerbeflächen statt. Ziel der Arbeitseinsätze ist es, die vielfältigen Funktionen der Ökosysteme zu erhalten, den Teilnehmenden die Bedeutung und die Gefährdung unserer natürlichen Lebensgrundlagen bewusst zu machen und eine breite Öffentlichkeit zu einem naturverträglichen Umgang mit den natürlichen Ressourcen zu bewegen. Weitere Informationen finden Interessierte unter www.bergwaldprojekt.de.
Foto: Bergwaldprojekt: Zwei Freiwillige entfernen Gehölze auf der DBU-Naturerbefläche Cuxhavener Küstenheiden (Copyright: Dominik Sucker-Weiß/Bundesforst)
Teile der Maßnhame wurden aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages, mitfinanziert aus Steuermitteln auf Grundlage des vom Sächsischen Landtag beschlossenen Haushaltes im Rahmen des „Investitionsgesetzes Kohleregionen (InvKG)“ durch die Bundesrepublik Deutschland und den Freistaat Sachsen gefördert.